#arbeitdesmonats 02.2020: Jörn Budesheim

Felix Nussbaum
Jörn Budesheim, Mischtechnik auf Papier, Felix Nussbaum
Felix Nussbaum
1904, Osnabrück – 1944, Lager Auschwitz-Birkenau

Felix Nussbaum studierte 1922 Kunst in Hamburg und setzte sein Studium ein Jahr später an der Lewin-Funcke Schule in Berlin fort. Zwischen 1924 und 1929 studierte er an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst. 1932 erhielt er den Rompreis und ein Stipendium für ein Studium in der Villa Massimo in Rom. Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, irrte Nussbaum durch Europa und suchte 1935 für sich und seine Frau, die Künstlerin Felka Platek, in Belgien einen Unterschlupf. Anfangs wohnte das Paar in Ostende, zwei Jahre später zogen sie nach Brüssel. Nach dem Überfall der Deutschen auf Belgien im Mai 1940 wurde Nussbaum verhaftet und ins Lager Saint-Cyprien in Südfrankreich deportiert. Nach einigen Monaten gelang es ihm, aus dem Lager zu fliehen und nach Brüssel zurückzukehren. Dort tauchten er und seine Frau unter und lebten in einem Versteck. In dieser Zeit schuf er Dutzende Kunstwerke, die das Leid der verfolgten Juden thematisierten. Er sorgte dafür, dass sie von Bekannten aufbewahrt wurden. Im Juni 1944 wurde das Ehepaar denunziert und verhaftet. Zunächst wurden sie ins Lager Mechelen, danach im Juli mit dem letzten Transport aus Belgien nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.

Quelle: https://www.yadvashem.org/
Mehr zu Jörn Budesheim gibt es HIER
Am 27. Januar 1945 wurde der Lagerkomplex Auschwitz befreit. Felix Nussbaum starb dort bereits 1944. 

1955 fand die erste documenta in Kassel statt. Felix Nussbaum war nicht vertreten, der Nazi Emil Nolde hingegen schon. 

Mit dieser kleinen Skizze habe ich mir ein Bild von Nussbaum gemacht. Aber im Grunde ist es wohl eher ein Ausdruck meiner Unfähigkeit, das alles zu fassen.